Blurred boundaries between recreational and medicinal cannabis use
„The concepts ´medicinal´ and ´recreational´ cannabis use are commonly used in public discourse and in research. However, multiple studies show that the lines between recreational and medicinal cannabis use are not clear-cut,“ Dr. Frederique Bawin reports (in: Why? Explanations for drug use and drug dealing in social drug research). His...
Suchterkrankung häufig Folge einer Kriegstraumatisierung
Das ICF ist ein Klassifikationssystem, das Erkrankungen in ihrem biopsychosozialen, historischen Kontext zu verstehen versucht. Professor Dr. Ruthard Stachowske beschreibt und analysiert entsprechend Suchterkrankungen bei PatientInnen, die als Nachfahren von NS-Tätern oder NS-Opfern sekundär traumatisiert waren. Anhand konkreter Beispiele und Genogramm-Analysen verdeutlicht er in seiner Monografie Sucht und Drogen im...
Dampf statt Rauch: Die Risiken sind gleich
Bei Kindern und Jugendlichen boomen `Vapes´ als Einstieg in den Nikotinkonsum. Die Einweg-E-Zigaretten sind mit einer verdampfbaren aromatischen Flüssigkeit befüllt und bieten die Möglichkeit zu etwa 500 Zügen. Es ist nicht möglich, Liquid nachzufüllen. Daher wird das Gerät nach Gebrauch fortgeworfen. Die Produkte benötigen keinerlei Gebrauchsanweisung und können problemlos...
Bei Kindern und Jugendlichen wächst die Gewaltkriminalität: Anregungen und Anleitungen liefert das Internet
Internetabhängigkeit: Gewaltszenarien im Internet prägen die kortikalen Landkarten von Kindern und Jugendlichen und erhöhen die Gewaltbereitschaft. „Dies gilt vermutlich in besonderem Maß für Computerspiele mit gewalttätigen Inhalten,“ berichtet Prof. Dr. Bert te Wildt in seiner Monografie Medialität und Verbundenheit – Zur psychopathologischen Phänomenologie und Nosologie von Internetabhängigkeit. „Gewalt fördernd ist...
Niedrigschwellige Drogenhilfe: Emotionsregulation immer wieder neu justieren
SozialarbeiterInnen in der niedrigschwelligen Drogenhilfe sind teils extremen emotionalen Belastungen ausgesetzt und kennen kein geregeltes Arbeitsleben. Jürgen Fais hat die psychosoziale Situation empirisch untersucht. Sein Befund: „Emotionsregulation ist im Arbeitsfeld allgegenwärtig. Intrapersonale und interpersonale Emotionsregulation zeigt sich in der Vorbereitung auf eine angenommene konflikthafte Situation, in der gegenwärtigen Auseinandersetzung...
Suchttherapie durch einen systemischen Ansatz erweitern
Systemische und individualpsychologische (z.B. verhaltenstherapeutische) Ansätze ergänzen sich in der Suchttherapie. Werden die Angehörigen in die Behandlung einbezogen, steigen die Erfolgschancen, empfiehlt Prof. Dr. Michael Klein im Reader Systemische Suchttherapie. „Ich denke, es wäre eine erhebliche Verbesserung, wenn in der Suchthilfepraxis zu einem regelhaften Vorgehen gefunden würde, bei dem die...
Substanzabhängigkeit und ADHS verstärken einander wechselseitig
Die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) erhöht das Risiko, eine Sucht zu entwickeln. Beide Störungen verstärken einander wechselseitig und steigern die Sterberisiken, warnen Dres. Ahmed Zaher und Mathias Luderer im aktuellen Jahrbuch Sucht 2025. Eine frühe und konsequente medikamentöse Behandlung der ADHS reduziert das Risiko, substanzabhängig zu werden und vorzeitig zu sterben....
Indoktrination in der Suchthilfe ist kontraproduktiv
„Jenseits offen autoritärer Indoktrination gibt es subtilere und manipulativere Formen der Indoktrination, die problemlos im Gewand der Psychoedukation auftreten können. Die Vermeidung einer Verwechslung von Psychoedukation und Indoktrination (in der Suchthilfe) erscheint vor diesem Hintergrund als ungelöste ethische Aufgabe, die dauerhaft Wachsamkeit erfordert,“ empfiehlt Prof. Dr. Martin Wallroth in...
Offene Drogenszenen: Fast zehn Joints Crack pro Tag
Crack ist aktuell der dominierende „Stoff“ in den offenen Drogenszenen in Düsseldorf, Essen, Köln und Münster, ergab eine aktuelle wissenschaftliche Umfrage. Crack, eine Komposition aus Kokain und Natron, bietet ein extrem hohes Abhängigkeitspotenzial. Schwere Lungenschäden und Psychosen sind die häufigsten Folgen. Regelmäßig wird Crack zusammen mit Heroin geraucht. Crack...
Geringe Therapiemöglichkeiten bei zunehmenden Cannabis-Konsumstörungen
Der Konsum von Alkohol und Tabak geht in Deutschland nur unwesentlich zurück. Der Drogenmissbrauch steigt weiter an. Im DHS Jahrbuch Sucht 2025 berichten ExpertInnen der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS) über aktuelle Trends. Mit 10,2 Liter reinem Alkohol pro Jahr tranken Erwachsene in Deutschland 2023 weniger als im Jahr 2010...