Zieloffene Suchtarbeit: partizipativ, an realistischen Veränderungspfaden orientiert
Die zieloffene Suchtarbeit versteht ihre Klienten als entscheidungsfähig und veränderungsbereit; die Klienten reflektieren und bestimmen das Behandlungsziel: Abstinenz oder Konsumreduktion oder Konsumänderung zur Schadensminderung. „Zieloffene Suchtarbeit ist eng mit partizipativer Entscheidungsfindung verbunden, bei der Fachkräfte ihre Expertise einbringen, ohne die Entscheidungshoheit der Klienten zu unterlaufen,“ formuliert Prof. Dr. Joachim...
Sucht verengt, Rausch erweitert Bewusstsein und Erfahrung
Sucht und Rausch sind Gegensätze: Sucht bedeutet „Verengung der Erfahrung“ und Zwang. „Dagegen kann Rausch, mit seiner Verwandtschaft zu Psychose und Traum, als eine Auflösung oder zumindest ein Eintauchen in die Erfahrung des bewussten Erlebens beschrieben werden. Dabei ist nicht anzunehmen, dass diese Polaritäten jeweils nur positiv oder negativ...
Ein Tröpfchen in Ehren: moderater Alkoholkonsum ist nicht generell schädlich
Forschungen und Empfehlungen zu bewusstseinsverändernden Substanzen führen gelegentlich in die Irre. Die aktuelle Ausgabe der Fachzeitschrift RAUSCH stellt Beispiele vor und erspart den LeserInnen keine Wechselwirkungen. Die WHO verkündet ex cathedra: „Beim Alkoholkonsum gibt es keine gesundheitlich unbedenkliche Menge.“ Also: Jeder Tropfen sei schädlich, nur strikte Abstinenz gesundheitsförderlich. Professor...
Lachgas ist keine harmlose Partydroge: Erwerb muss gesetzlich besser geregelt werden
Partydroge Lachgas: Die Kartuschen sind legal erhältlich, die gesundheitlichen Gefahren aber nicht zu unterschätzen. © Tina Götting/MHH. Das Rauschmittel wird vor allem von Jugendlichen konsumiert – die gesundheitlichen Folgen können bis hin zu Nervenschäden reichen Es ist legal zu bekommen, verschafft einen kurzen Rausch und ist nicht nachweisbar: Das...