Zieloffene Suchtarbeit: partizipativ, an realistischen Veränderungspfaden orientiert
Die zieloffene Suchtarbeit versteht ihre Klienten als entscheidungsfähig und veränderungsbereit; die Klienten reflektieren und bestimmen das Behandlungsziel: Abstinenz oder Konsumreduktion oder Konsumänderung zur Schadensminderung. „Zieloffene Suchtarbeit ist eng mit partizipativer Entscheidungsfindung verbunden, bei der Fachkräfte ihre Expertise einbringen, ohne die Entscheidungshoheit der Klienten zu unterlaufen,“ formuliert Prof. Dr. Joachim...
Ein Tröpfchen in Ehren: moderater Alkoholkonsum ist nicht generell schädlich
Forschungen und Empfehlungen zu bewusstseinsverändernden Substanzen führen gelegentlich in die Irre. Die aktuelle Ausgabe der Fachzeitschrift RAUSCH stellt Beispiele vor und erspart den LeserInnen keine Wechselwirkungen. Die WHO verkündet ex cathedra: „Beim Alkoholkonsum gibt es keine gesundheitlich unbedenkliche Menge.“ Also: Jeder Tropfen sei schädlich, nur strikte Abstinenz gesundheitsförderlich. Professor Dr. Alfred...
Je mehr Bildung, desto mehr Alkoholkonsum
„Intelligenz säuft.“ Am Satz ist ein Körnchen Wahrheit. Der Alkoholatlas Deutschland belegt: Mit dem Bildungsgrad steigt (laut Statistik) der Alkoholkonsum – bei beiden Geschlechtern und in allen Altersstufen. Bei hoher Bildung verzichten nur etwa 9% der Männer und knapp 16% der Frauen generell auf Alkohol. Bei niedriger Bildung leben...