Dauerlauf: in der Suchthilfe präventiv, therapeutisch und rehabilitativ wirksam
Suchtkranke Kinder und Jugendliche – oft traumatisiert und sozial benachteiligt – benötigen neben einer Psychotherapie meist ein Dauerlauf-Training, berichtet der Sozialarbeiter Peter Schay (Herne/Westf) in einer empirischen Studie. Lauftherapie trägt „zur positiven Beeinflussung der emotionalen und psychischen Gesundheit bei: präventiv, therapeutisch und rehabilitativ.“ Der sporttherapeutische Ansatz fördert die personale...
Kokain-Konsum bei jungen Menschen
18,7 Prozent der jungen Erwachsenen (18 – 25 Jahre) haben bereits Erfahrungen mit mindestens einer illegalen Droge gesammelt. Das geht aus aktuellen Daten des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) hervor die anlässlich des Weltdrogentages 2026 veröffentlicht wurden. Auffällig ist laut BIÖG vor allem die Entwicklung beim Kokainkonsum: „Im Zehnjahresvergleich stieg der Konsum bei Männern...
Häufiger Alkoholmissbrauch muslimischer Migranten
Für muslimische Migranten ist Alkohol tabu und sein Konsum eine diskriminierende Schande. Dennoch versuchen immer mehr Flüchtlinge, ihre Traumata mit Alkohol zu ´therapieren´; riskanter Konsum oder Suchtverhalten entstehen häufig. Für die Suchthilfe resultiert „die Aufgabe, sichere Räume zu schaffen, in denen Geflüchtete über ihre Flucht-, Rassismus- sowie Diskriminierungserfahrungen und...
Neue S3-Leitlinie stärkt Versorgung von Menschen mit Psychose und Sucht
Eine neue S3-Leitlinie soll die Versorgung von Menschen mit Psychosen und einer zusätzlichen Suchterkrankung deutlich verbessern. Die Leitlinie „Psychosen mit komorbider substanzbezogener Störung“ wurde gemeinsam von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) und der Deutschen Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie (DG-Sucht) herausgegeben. Sie gibt...
Pathologische Glücksspieler leiden häufig unter Persönlichkeitsstörungen
Mehr als zwei Prozent der deutschen Bevölkerung leidet unter einer Glücksspiel-Sucht – und meist gleichzeitig unter verschiedensten komorbiden Störungen inclusive Substanzabhängigkeit (z.B. Alkohol). Dr. Volker Premper berichtet in einer umfangreichen Studie über Krankheitsverlauf und Behandlungsergebnisse. Depressive Störungen, Angststörungen, substanzbezogene Störungen und Persönlichkeitsstörungen stehen – v.a. bei Frauen – im...
So beeinflussen Influencer das Online-Shopping von Jugendlichen
Konsumimpulse entstehen für Kinder und Jugendliche heute vor allem durch Influencerinnen und Influencer in sozialen Medien. Eine Sonderauswertung der Mediensuchtstudie von DAK-Gesundheit und Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) zeigt: 47 Prozent der Jugendlichen werden durch Werbung auf Social-Media-Plattformen auf Produkte aufmerksam, 40 Prozent durch Empfehlungen von Influencerinnen und Influencern. Die Kaufanreize...
Zieloffene Suchtarbeit: partizipativ, an realistischen Veränderungspfaden orientiert
Die zieloffene Suchtarbeit versteht ihre Klienten als entscheidungsfähig und veränderungsbereit; die Klienten reflektieren und bestimmen das Behandlungsziel: Abstinenz oder Konsumreduktion oder Konsumänderung zur Schadensminderung. „Zieloffene Suchtarbeit ist eng mit partizipativer Entscheidungsfindung verbunden, bei der Fachkräfte ihre Expertise einbringen, ohne die Entscheidungshoheit der Klienten zu unterlaufen,“ formuliert Prof. Dr. Joachim...
Weltnichtrauchertag 2026: Vapen bei Jugendlichen auf dem Vormarsch
Neue Daten des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit zum Rauchverhalten und Nikotinkonsum von jungen Menschen in Deutschland Der Anteil rauchender und vapender Jugendlicher ist in den vergangenen Jahren wieder gestiegen. Vor allem der Konsum neuartiger Nikotinprodukte wie Mehrweg-E-Zigaretten und Nikotinbeutel nimmt deutlich zu und das obwohl sie extrem ungesund sind...
Jahrbuch Sucht: mehr Geld für Glücksspiel als für Bundeswehr-Etat
Allein der legale Glücksspiel-Umsatz lag in Deutschland 2024 mit 69,1 Milliarden Euro deutlich höher als aktuell der deutsche Verteidigungshaushalt mit 62,43 Milliarden Euro. „Außerdem existiert ein illegaler Markt von Sportwetten, virtuellen Automatenspielen, Online-Casinospielen, Online-Poker sowie Online-Zweitlotterien,“ berichtet das Jahrbuch Sucht 2026. Etwa zwei Prozent der erwachsenen Bevölkerung leidet unter...
Homosexualität: Möglichst schadlos mit Chemsex leben
Immer mehr Männer, die mit Männern Sex teilen, verstärken seine Wirkung durch Drogen: Chemsex verbreitet sich v.a. in großstädtischen Szenen. Beteiligte sind oft gesundheitlich, psychisch, sozial gefährdet und erleben oder befürchten Diskriminierung. Vierzehn Insider haben für Selbsthilfe und Beratung einen Reader zusammengestellt. Er leitet an, möglichst schadlos mit Chemsex...
Warum wir nicht aufhören können: Studie entschlüsselt Mechanismen problematischer Internetnutzung
Warum verlieren viele Menschen die Kontrolle über ihre Internetnutzung? Während über Altersgrenzen für soziale Medien diskutiert wird, verbringen auch viele Erwachsene täglich Stunden online. Für einen Teil wird das zur Belastung – mit Folgen für psychische Gesundheit, Alltag und Beziehungen. Eine neue Studie unter Leitung von Prof. Dr. Matthias...
Jahrbuch Sucht 2026: Trotz Cannabis-Teillegalisierung floriert der illegale Drogenmarkt
„Trotz Inkrafttreten der Cannabisgesetze am 1. April 2024 verbreiten sich sowohl synthetische als auch halbsynthetische Cannabinoide – wie z.B. HHC – weiterhin auf dem Rauschgiftmarkt,“ berichtet das Jahrbuch Sucht 2026. „Diese werden insbesondere als Kräuter/Räuchermischungen, Liquids, Edibles und als sog. ´JVA-Papier´ (auch bekannt als sog. Knast-Papier) vertrieben. Dabei handelt...
Jahrbuch Sucht: Etwa zwei Prozent der Bevölkerung sind medikamentenabhängig
Das Jahrbuch Sucht 2026 berichtet über mehr als 1,5 Millionen Medikamentenabhängige in Deutschland. Am häufigsten werden Benzodiapezine und Opioide zur Stimmungsaufhellung missbraucht. „Ein Abhängigkeitspotenzial im engeren Sinn können Arzneimittel haben, die im Hirn eine psychische Wirkung entfalten. Ein Abhängigkeitspotenzial besteht nur dann, wenn die Wirkung positiv erlebt wird und...