Zieloffene Suchtarbeit: partizipativ, an realistischen Veränderungspfaden orientiert
Die zieloffene Suchtarbeit versteht ihre Klienten als entscheidungsfähig und veränderungsbereit; die Klienten reflektieren und bestimmen das Behandlungsziel: Abstinenz oder Konsumreduktion oder Konsumänderung zur Schadensminderung. „Zieloffene Suchtarbeit ist eng mit partizipativer Entscheidungsfindung verbunden, bei der Fachkräfte ihre Expertise einbringen, ohne die Entscheidungshoheit der Klienten zu unterlaufen,“ formuliert Prof. Dr. Joachim...
Weltnichtrauchertag 2026: Vapen bei Jugendlichen auf dem Vormarsch
Neue Daten des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit zum Rauchverhalten und Nikotinkonsum von jungen Menschen in Deutschland Der Anteil rauchender und vapender Jugendlicher ist in den vergangenen Jahren wieder gestiegen. Vor allem der Konsum neuartiger Nikotinprodukte wie Mehrweg-E-Zigaretten und Nikotinbeutel nimmt deutlich zu und das obwohl sie extrem ungesund sind...
Jahrbuch Sucht: mehr Geld für Glücksspiel als für Bundeswehr-Etat
Allein der legale Glücksspiel-Umsatz lag in Deutschland 2024 mit 69,1 Milliarden Euro deutlich höher als aktuell der deutsche Verteidigungshaushalt mit 62,43 Milliarden Euro. „Außerdem existiert ein illegaler Markt von Sportwetten, virtuellen Automatenspielen, Online-Casinospielen, Online-Poker sowie Online-Zweitlotterien,“ berichtet das Jahrbuch Sucht 2026. Etwa zwei Prozent der erwachsenen Bevölkerung leidet unter...
Homosexualität: Möglichst schadlos mit Chemsex leben
Immer mehr Männer, die mit Männern Sex teilen, verstärken seine Wirkung durch Drogen: Chemsex verbreitet sich v.a. in großstädtischen Szenen. Beteiligte sind oft gesundheitlich, psychisch, sozial gefährdet und erleben oder befürchten Diskriminierung. Vierzehn Insider haben für Selbsthilfe und Beratung einen Reader zusammengestellt. Er leitet an, möglichst schadlos mit Chemsex...
Warum wir nicht aufhören können: Studie entschlüsselt Mechanismen problematischer Internetnutzung
Warum verlieren viele Menschen die Kontrolle über ihre Internetnutzung? Während über Altersgrenzen für soziale Medien diskutiert wird, verbringen auch viele Erwachsene täglich Stunden online. Für einen Teil wird das zur Belastung – mit Folgen für psychische Gesundheit, Alltag und Beziehungen. Eine neue Studie unter Leitung von Prof. Dr. Matthias...
Jahrbuch Sucht 2026: Trotz Cannabis-Teillegalisierung floriert der illegale Drogenmarkt
„Trotz Inkrafttreten der Cannabisgesetze am 1. April 2024 verbreiten sich sowohl synthetische als auch halbsynthetische Cannabinoide – wie z.B. HHC – weiterhin auf dem Rauschgiftmarkt,“ berichtet das Jahrbuch Sucht 2026. „Diese werden insbesondere als Kräuter/Räuchermischungen, Liquids, Edibles und als sog. ´JVA-Papier´ (auch bekannt als sog. Knast-Papier) vertrieben. Dabei handelt...
Jahrbuch Sucht: Etwa zwei Prozent der Bevölkerung sind medikamentenabhängig
Das Jahrbuch Sucht 2026 berichtet über mehr als 1,5 Millionen Medikamentenabhängige in Deutschland. Am häufigsten werden Benzodiapezine und Opioide zur Stimmungsaufhellung missbraucht. „Ein Abhängigkeitspotenzial im engeren Sinn können Arzneimittel haben, die im Hirn eine psychische Wirkung entfalten. Ein Abhängigkeitspotenzial besteht nur dann, wenn die Wirkung positiv erlebt wird und...
Woher beziehen junge Menschen Cannabis?
Freunde und Bekannte sind mit großem Abstand die wichtigste Bezugsquelle für Cannabis unter jungen Menschen. In der Altersgruppe der 15- bis 17-Jährigen geben 84,7 Prozent an, die Droge über ihr soziales Umfeld zu erhalten. Auch bei den 18- bis 24-Jährigen dominiert dieser Weg mit 74,8 Prozent deutlich. Andere Quellen spielen eine...
Rauchen schädigt die Augen – stärker als viele denken
Rauchen gehört zu den größten vermeidbaren Gefahren für die Augengesundheit, warnt die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft e.V. (DOG). So sind bis zu 20 Prozent aller neuen Erblindungen ab dem 50. Lebensjahr auf das Rauchen zurückzuführen. Studien zeigen zudem, dass Rauchen das Risiko für schwere Augenerkrankungen wie altersabhängige Makuladegeneration (AMD), Grüner Star...
Neue Zwischenergebnisse zur Evaluation des Konsumcannabisgesetzes (KCanG)
Das Forschungsprojekt Evaluation des Konsumcannabisgesetztes (EKOCAN) untersucht die Auswirkungen der Teillegalisierung von Cannabis durch das Konsumcannabisgesetz. Der Auftrag dazu ist im Gesetz selbst verankert. Zum zweiten Jahrestag veröffentlichen die beteiligten Forschenden der Eberhard Karls Universität Tübingen, der Universitätsmedizin Düsseldorf und dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) den zweiten Zwischenbericht. Sein Schwerpunkt...
Wie verbreitet sind Glücksspiele in Deutschland?
Über ein Drittel (36,4 Prozent) der Menschen in Deutschland nehmen an Glücksspielen teil. Das geht aus einer Studie des Instituts für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung (ISD) hervor an der 12.340 Personen zwischen 16 und 70 Jahren teilgenommen haben. Einer Pressemitteilung von Lotto Niedersachsen zufolge ist das Glücksspielverhalten in Deutschland gegenüber den Vorgängerbefragungen konstant...
Suchtstudie analysiert Jugendtrend: KI-Chatbots erhöhen riskanten Konsum digitaler Medien
Gefährlicher Trend: Neben Gaming, Social Media und Streaming erhöhen auch KI-Chatbots den riskanten Medienkonsum bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Fast acht Prozent der Minderjährigen nutzen KI-Anwendungen gegen ihre Einsamkeit. Bei Jugendlichen mit depressiver Symptomatik liegt der Anteil über 30 Prozent. Das zeigen aktuelle Ergebnisse einer gemeinsamen Längsschnittuntersuchung von...
Sucht verengt, Rausch erweitert Bewusstsein und Erfahrung
Sucht und Rausch sind Gegensätze: Sucht bedeutet „Verengung der Erfahrung“ und Zwang. „Dagegen kann Rausch, mit seiner Verwandtschaft zu Psychose und Traum, als eine Auflösung oder zumindest ein Eintauchen in die Erfahrung des bewussten Erlebens beschrieben werden. Dabei ist nicht anzunehmen, dass diese Polaritäten jeweils nur positiv oder negativ...