Jahrbuch Sucht 2026: Trotz Cannabis-Teillegalisierung floriert der illegale Drogenmarkt

„Trotz Inkrafttreten der Cannabisgesetze am 1. April 2024 verbreiten sich sowohl synthetische als auch halbsynthetische Cannabinoide – wie z.B. HHC – weiterhin auf dem Rauschgiftmarkt,“ berichtet das Jahrbuch Sucht 2026.
„Diese werden insbesondere als Kräuter/Räuchermischungen, Liquids, Edibles und als sog. ´JVA-Papier´ (auch bekannt als sog. Knast-Papier) vertrieben. Dabei handelt es sich um handelsübliches Papier, das mit synthetischen Cannabinoiden bestrichen oder getränkt ist und getarnt als Anwaltspost, persönliche Briefe oder gemalte Bilder über den regulären Postweg in JVAen geschmuggelt wird. Dieses Papier wird in der Regel in kleinen Schnipseln von Inhaftierten geraucht.“
Allein 2024 wurden fast 25 Tonnen illegaler Cannabisprodukte (Marihuana, Haschisch) in Deutschland beschlagnahmt. „Marihuana stammt in der Regel überwiegend aus westeuropäischem illegalem Indoor- und Outdooranbau. Insbesondere der professionelle Cannabisanbau durch Gruppierungen der Organisierten Kriminalität in Spanien hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Im Jahr 2024 wurden erneut zahlreiche Cannabis-Großtransporte per LKW und Kleintransporter von Spanien über Frankreich Richtung Deutschland festgestellt. Bei Großlieferungen aus Spanien wurden häufig sowohl Marihuana als auch Haschisch mit Herkunft Marokko transportiert …“
Jahrbuch Sucht informiert ausführlich über Tricks auf dem Land- und auf dem Seetransport, gut organisierte Fahrzeugflotten, einen zunehmend digitalen Vertrieb und konventionelle postalische Zustellung …

DHS Jahrbuch Sucht 2026
Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (Hrsg.)
Pabst, 342 Seiten, Hardcover