Dauerlauf: in der Suchthilfe präventiv, therapeutisch und rehabilitativ wirksam

Suchtkranke Kinder und Jugendliche – oft traumatisiert und sozial benachteiligt – benötigen neben einer Psychotherapie meist ein Dauerlauf-Training, berichtet der Sozialarbeiter Peter Schay (Herne/Westf) in einer empirischen Studie. Lauftherapie trägt „zur positiven Beeinflussung der emotionalen und psychischen Gesundheit bei: präventiv, therapeutisch und rehabilitativ.“

Der sporttherapeutische Ansatz fördert die personale Kompetenz, u.a.:

  • Selbstwahrnehmung, Selbstverständnis, Ich-Flexibilität
  • Sinnerfassungskapazität im Sinn einer Verbreiterung der Bewusstheit und Steigerung des Bewusstseins
  • emotionale Differenziertheit
  • Exploration alltäglicher Situationen
  • Durchspielen von Lösungsmöglichkeiten
  • Aufbau von Willenskräften
  • Entwicklung und Sensibilisierung von Körperbewusstsein
  • Verbesserung der Selbstkontrolle
  • Steigerung des Selbstvertrauens
  • Verbesserung der psychophysischen Regulationsfähigkeit
  • Herstellung eines optimalen Aktivierungsniveaus
  • Verbesserung der Leistungsmotivation durch Vermittlung individueller Erfolgserlebnisse
  • Herausbildung von Problem- und Konfliktlösungsverhalten
  • Stärkung von Entscheidungs- und Durchhaltevermögen
  • Verbesserung der physischen Belastungs- und Leistungsfähigkeit
  • Vermittlung motorischer Fähigkeiten 
  • Entwicklung von aktivem Freizeitverhalten als Integrationshilfe

Durchgerutscht: Kinder und Jugendliche zwischen den Hilfesystemen!
Analysen und Lösungsansätze zur Sozialarbeit in suchtbelasteten Familien

Peter Schay, Roland Helsper, Niklas Helsper

Pabst, 316 Seiten

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