Dauerlauf: in der Suchthilfe präventiv, therapeutisch und rehabilitativ wirksam
30. Juni 2026

Suchtkranke Kinder und Jugendliche – oft traumatisiert und sozial benachteiligt – benötigen neben einer Psychotherapie meist ein Dauerlauf-Training, berichtet der Sozialarbeiter Peter Schay (Herne/Westf) in einer empirischen Studie. Lauftherapie trägt „zur positiven Beeinflussung der emotionalen und psychischen Gesundheit bei: präventiv, therapeutisch und rehabilitativ.“
Der sporttherapeutische Ansatz fördert die personale Kompetenz, u.a.:
- Selbstwahrnehmung, Selbstverständnis, Ich-Flexibilität
- Sinnerfassungskapazität im Sinn einer Verbreiterung der Bewusstheit und Steigerung des Bewusstseins
- emotionale Differenziertheit
- Exploration alltäglicher Situationen
- Durchspielen von Lösungsmöglichkeiten
- Aufbau von Willenskräften
- Entwicklung und Sensibilisierung von Körperbewusstsein
- Verbesserung der Selbstkontrolle
- Steigerung des Selbstvertrauens
- Verbesserung der psychophysischen Regulationsfähigkeit
- Herstellung eines optimalen Aktivierungsniveaus
- Verbesserung der Leistungsmotivation durch Vermittlung individueller Erfolgserlebnisse
- Herausbildung von Problem- und Konfliktlösungsverhalten
- Stärkung von Entscheidungs- und Durchhaltevermögen
- Verbesserung der physischen Belastungs- und Leistungsfähigkeit
- Vermittlung motorischer Fähigkeiten
- Entwicklung von aktivem Freizeitverhalten als Integrationshilfe

Durchgerutscht: Kinder und Jugendliche zwischen den Hilfesystemen!
Analysen und Lösungsansätze zur Sozialarbeit in suchtbelasteten Familien
Peter Schay, Roland Helsper, Niklas Helsper
Pabst, 316 Seiten