Häufiger Alkoholmissbrauch muslimischer Migranten

Für muslimische Migranten ist Alkohol tabu und sein Konsum eine diskriminierende Schande. Dennoch versuchen immer mehr Flüchtlinge, ihre Traumata mit Alkohol zu ´therapieren´; riskanter Konsum oder Suchtverhalten entstehen häufig. Für die Suchthilfe resultiert „die Aufgabe, sichere Räume zu schaffen, in denen Geflüchtete über ihre Flucht-, Rassismus- sowie Diskriminierungserfahrungen und in diesem Zusammenhang auch über Suchtprobleme sprechen können. Dabei gilt es insbesondere, die Erfahrungen wahrzunehmen, wertzuschätzen und die Menschen als aktive AkteurInnen zu begreifen, anstatt ihnen eine passive Opferrolle zuzuschreiben. Zudem gilt es, durch eine reflexive Haltung im Spannungsfeld zwischen dem Wahrnehmen und der Überfokussierung zu agieren,“ empfehlen die Psychologen Pia Wenzler und Prof. Dr. Ilhan Kizilhan in ihrem Reader Alkoholabhängigkeit und Migration – Transkulturelle Konzepte und Ansätze

Alkoholabhängigkeit und Migration
Transkulturelle Konzepte und Ansätze
Wenzler, Pia; Kizilhan, Jan Ilhan
Pabst, 134 Seiten