Pathologische Glücksspieler leiden häufig unter Persönlichkeitsstörungen

Mehr als zwei Prozent der deutschen Bevölkerung leidet unter einer Glücksspiel-Sucht – und meist gleichzeitig unter verschiedensten komorbiden Störungen inclusive Substanzabhängigkeit (z.B. Alkohol). Dr. Volker Premper berichtet in einer umfangreichen Studie über Krankheitsverlauf und Behandlungsergebnisse. Depressive Störungen, Angststörungen, substanzbezogene Störungen und Persönlichkeitsstörungen stehen – v.a. bei Frauen – im Mittelpunkt.
„Betrachtet man die Störungskategorien im Einzelnen, ergeben sich interessante Differenzierungen: Angststörungen gehen zum weit überwiegenden Teil dem Auftreten des Glücksspielens voraus. Dies gilt insbesondere für die soziale Phobie und die spezifischen Phobien. Ebenso lagen posttraumatische Belastungsstörungen zu 80% bereits vor Beginn des Glücksspiels vor. Ein deutlich anderes Bild zeigt sich bei den depressiven Störungen bzw. affektiven Störungen, sie treten zum überwiegenden Teil nach Beginn des Glücksspielens auf…“

Komorbide psychische Störungen bei Pathologischen Glücksspielern
Krankheitsverlauf und Behandlungsergebnisse
Premper, Volker
Pabst, 296 Seiten