Rehabilitation für Suchtkranke: Mit kreativer Arbeitstherapie den Einstieg in das Berufsleben vorbereiten
Die soziale und medizinische Rehabilitation von Suchtkranken gelingt nur bei einer kleinen Minderheit. Trotz differenzierter Therapieangebote „werden nur 1,8 Prozent der therapiefähigen Suchtkranken behandelt. Und die Ergebnisse der Behandlung in Einrichtungen für Suchtkranke zeigen, dass mehr als 60 Prozent der Rehabilitanden nach der stationären Rehabilitation rückfällig werden,“ bilanziert Peter...
Kinder und Jugendliche greifen häufiger zu Sedativa
Die Konsumerfahrung mit Opioiden und Benzodiazepinen hat bei jungen Menschen zugenommen, berichten Prof. Dr. Bernd Werse und Rüdiger Schmolke (Frankfurt M.) im 11. Alternativen Drogen- und Suchtbericht. Die Wissenschaftler haben in einer online-Studie mehr als 1100 14- bis 30jährige befragt. Unter den Benzodiazepinen werden (in absteigender Reihenfolge) Alprazolam, Diazepam und...
Stigmatisierung bei Substanzmissbrauch: Ehemalige Drogenkonsumenten sind die erfolgreichsten Therapeuten
Wer Drogen konsumiert und entsprechend auffällig wird, muss mit einer Stigmatisierung leben – selbst innerhalb des therapeutischen Hilfesystems. Dies be- oder verhindert eine erfolgreiche Behandlung. Max Dennehy und Thaddeus Müller stellten in einer britischen Studie fest: Ein Stigma ist für Betroffene meist nichts Neues; sie wurden häufig bereits während...
Drogenabhängigkeit: Opioidsubstitution ausbauen, Todesfälle vermeiden
Nur knapp die Hälfte der PatientInnen mit Opioidgebrauchsstörungen erhält eine Substitutionstherapie. „Dies ist vor dem Hintergrund zunehmender Todesfälle nicht länger zu akzeptieren. Die Veränderungen im weltweiten Opioidmarkt und das Risiko der Ausbreitung synthetischer Opioide in Deutschland sind Realität. Ein gezielter Ausbau der Opioidsubstitutionstherapie ist daher alternativlos, wenn wir einen...
Eine anonyme Sprechstunde senkt die Gefahren des Drogenkonsums
DrogenkonsumentInnen scheuen das Hilfesystem zunächst wie der Teufel das Weihwasser. Erst wenn sie gesundheitlich oder psychosozial angeschlagen sind, suchen sie professionelle Hilfe. Eine anonyme Drogensprechstunde ist jedoch attraktiv, sich frühzeitig beraten zu lassen, um schwere Schäden zu vermeiden. Gundula Barsch und Julia Walta haben Erfahrungen mit einer anonymen Drogensprechstunde...